33 Zuger AthletInnen an den Special Olympics!

Grusswort von Frau Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard, Vorsteherin der Direktion des Innern, am Special Olympics Law Enforcement Torch Run vom 28. Mai 2014, Landsgemeindeplatz Zug.

Mit grosser Freude begrüsse ich alle im Namen des Zuger Regierungsrates zu diesem tollen Anlass.
 
Morgen Donnerstag beginnen die Special Olympics National Games in Bern. Diese Olympischen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung gehen bis am Sonntag. 33 Sportler und Sportlerinnen aus dem Kanton Zug gehen nach Bern. Dort spielen Sie Fussball oder Tennis. Manche werden turnen. Oder Sie schwimmen um die Wette. Alle haben sich gut darauf vorbereitet. Sicher sind Sie jetzt ein bisschen nervös. Darum sind heute viele Leute hier. Wir alle drücken Ihnen die Daumen. Auch die Zuger Regierung wünscht Ihnen viel Erfolg und Spass.
 
Zu olympischen Spielen gehört das olympische Feuer. Dieses wird mit einer Fackel gebracht. Es ist das erste Mal, dass es diesen Fackellauf in der Schweiz gibt. Herzlichen Dank allen Polizisten und Polizistinnen, die ihn möglich gemacht haben. Sie haben in Ihrer Freizeit geholfen, den Fackellauf zu organisieren. Polizisten und Polizistinnen haben 4 Fackeln durch die Schweiz getragen. Sie haben die Fackeln in viele Orte und Städte gebracht. Ganz viele Menschen haben diese Fackeln gesehen. Ganz viele Menschen in der Schweiz haben das olympische Feuer gesehen. So sind die Leute aufmerksam geworden auf die Special Olympics. Dank den Fackeln sind ganze viele Leute aufmerksam geworden auf Menschen mit geistiger Behinderung.
 
Das ist der Zweck dieser Fackeln. Alle Leute sollen sehen, dass es Menschen mit geistiger Behinderung gibt. Alle Leute sollen sehen, dass Menschen mit geistiger Behinderung ganz viel können. Dass sie Sport treiben können. Dass sie fleissig trainieren und dass sie gewinnen wollen. Alle Sportler und Sportlerinnen wollen gewinnen. Darum gehen sie an Wettkämpfe. Darum gehen sie an olympische Spiele.
 
Ich bin stolz, dass aus unserem kleinen Kanton 33 Athleten und Athletinnen an die Special Olympics gehen. Ich bin beeindruckt, wie viele Coaches mitgehen nach Bern. Ich gratuliere und danke Ihnen allen für Ihren Einsatz. Ihren Einsatz, den Sie das ganze Jahr über leisten, nicht nur jetzt. Und das alles freiwillig und ehrenamtlich! Ihr Engagement ist wichtig und unersetzbar für unsere ganze Gesellschaft. Ihnen wie auch allen Angehörigen danke ich persönlich und im Namen der Regierung von ganzem Herzen!
 
Gerne hat der Regierungsrat auch einen Beitrag aus dem Lotteriefonds gesprochen.
 
Zurück zu Ihnen, liebe Sportler und Sportlerinnen:
Einige von Ihnen werden in Bern eine Medaille gewinnen. Aber nicht alle werden Medaillen gewinnen. 
 
Trotzdem werden alle gewinnen! Alle, die nach Bern gehen, haben schon gewonnen. Sie haben gewonnen, weil Sie regelmässig trainieren. Sie haben gewonnen, weil Sie etwas machen, das viele Leute Ihnen nicht zutrauen.
 
Dieses Jahr haben alle Menschen mit Behinderung in der Schweiz gewonnen. Sie haben gewonnen, weil die internationalen Menschenrechte für Menschen mit Behinderung endlich auch in der Schweiz gelten. Endlich hat die Schweiz die Vereinbarung der UNO für die Rechte von Menschen mit Behinderung unterschrieben. Das ist gut und wichtig. 
 
Aber die Unterschrift der Schweiz reicht nicht. Wir alle müssen jetzt noch ganz viel tun. Wir alle müssen ganz viel tun, damit Menschen mit Behinderung gleichberechtigt sind.
 
Special Olympics hat ein ganz wichtiges Ziel. Man sagt dem Ziel auch Vision.
Diese Vision von Special Olympics heisst: 
 
- Wertschätzung von Menschen mit geistiger Behinderung
- Gleichstellung von Menschen mit geistiger Behinderung
- Integration von Menschen mit geistiger Behinderung
- Akzeptanz von Menschen mit geistiger Behinderung.

 
Diese Vision wollen wir gemeinsam erreichen. Wir wollen, dass Menschen mit Behinderung von allen gleich behandelt werden, wie andere Menschen.
  
Menschen mit geistiger Behinderung können ganz gut Sport treiben. Sie können sehr gut arbeiten. Wir müssen den dies den Leuten aber auch zeigen. Sie, liebe Sportler und Sportlerinnen, zeigen in Bern, was Sie können. 
 
Die Post hat eine Briefmarke gemacht.
 
Die Briefmarke zeigt, dass Menschen mit geistiger Behinderung auch Sportler sein können. Viele Menschen werden diese Briefmarke sehen.
 
Am Sonntag war in der Zeitung ein grosser Artikel. Über eine junge Schwimmerin aus Zug. Ich hoffe, dass Sie alle in der Zeitung stehen werden.
 
Deshalb mein Wunsch an die Medienschaffenden: Liebe Journalistinnen und Journalisten: denken Sie bitte daran: Gleichstellung heisst, dass Sie auch im Sport-Teil der Zeitungen über die Special Olympics berichten. Dafür danke ich Ihnen im Voraus.
 
Liebe Sportler und Sportlerinnen, Sie fahren morgen nach Bern. Sie werden dort schwimmen, turnen, Tennis oder Fussball spielen. Dafür brauchen Sie Kraft. Deshalb höre ich jetzt auf zu reden. Dann gibt es bald etwas zu Essen und Trinken. Wir drücken Ihnen allen die Daumen!