Dream Teams

Grusswort von Frau Regierungsrätin Manuela Weichelt-Picard, Vorsteherin der Direktion des Innern, am Flüchtlingstag 2014.

 

Manuela Weichelt-Picard am Flüchtlingstag 2014. (Bild: Asylbrücke Zug)

Ich freue mich sehr, hier sein zu dürfen und gemeinsam mit Ihnen den diesjährigen Flüchtlingstag, unter dem Motto DREAM TEAM zu begehen. 
 
Ich freue mich, dass immer mehr Menschen aus den verschiedensten Nationen die Integration in die schweizerische Kultur- und Arbeitswelt schaffen. Ich freue mich auch über die vielen Schweizerinnen und Schweizer, die Asylsuchende und anerkannte Flüchtlinge auf dem Weg in die Integration unterstützen. 
 
Es ist motivierend zu sehen, dass sich auch im Kanton Zug 8 sogenannte DREAM TEAMS gebildet haben und dass sie sich bereit erklärt haben in die Öffentlichkeit zu treten. Es freut mich sehr, dass sich solche DREAM TEAMS auch zwischen jung und alt - also Generationen übergreifend - bilden.
 
Ich erwähne beispielhaft drei DREAM TEAMS:
 
Jarie Nimneh und Sulamith Lienhard
Als Jarie Nimmeh ein Praktikum in einem Restaurant anfing ging es ihr nicht gut. Verschiedene Probleme lasteten auf ihr. Gegen Ende des Praktikums stellten Lienhard's als Praktikumsverantwortliche fest, dass es für Jarie Nimneh nicht möglich war im 1. Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden. Die Wirtefamilie vereinbarte mit ihr, dass sie weiterhin bei ihnen arbeiten könne, damit sie wenigstens eine Tagestruktur und soziale Kontakte pflegen könne. Nach ca. einem halben Jahr begann sie sich zu verändern. Sie wurde offener, fröhlicher und ihr Zustand zusehends stabiler. Während der ganzen Zeit begegnete sie im Restaurant und privat Sulamith. Sie hatten immer einen guten Draht zu einander und so formte sich dieses DREAM TEAM.
 
Aday Umar und Maria Lienhard
Als Aday Umar das Praktikum im Restaurant der Familie Lienhard begann, war sich Maria Lienhard nicht sicher, ob er diese Arbeit überhaupt wolle. Er war oft krank und fehlte deshalb immer wieder. Das Praktikum wurde aus diesen Gründen gestoppt. Eines Tages kam die erneute Anfrage, ob die Familie Lienhard es noch einmal mit ihm probieren wolle. Er sei nun gesund. Tatsächlich, er hatte keine Ausfälle mehr und sein Einsatz und seine Motivation waren eine echte Überraschung. Am Ende seines Praktikums wurde er sogar zu 100% fest angestellt. Maria Lienhard steht fest hinter diesem Entscheid und so entstand das nächste DREAM TEAM
 
Thusanthan Ponuthurai und Andreas Lienhard
Auch Thusantan Ponuthruai machte ein Praktikum bei der Familie Lienhard im Restaurant. Er ist ein ruhiger und guter Mitarbeiter. Das Praktikum beendete er mit Bravour, sodass die Lienhard's ihn vom Fleck weg einstellten. Es besteht ein gegenseitiger Respekt, sodass Andreas Lienhard hier von einem DREAM TEAM spricht und sich sehr für seinen Schützling engagiert.
 
Ich gratuliere allen 8 DREAM TEAMS und danke ihnen, dass Sie am diesjährigen Flüchtlingstag mitmachen. Drei DREAM TEAM entstanden unter anderem Dank der Familie Lienhard vom Restaurant Relax in der Baarermatte in Baar. Ich wusste nicht, dass wir solch engagierte Wirtsleute haben und werde dieses Restaurant sicher bald einmal aufsuchen. Ein solches Engagement soll auch gewürdigt werden.
 
Dies hilft, dass Flüchtlinge und Asylsuchende zu einem aktiven Mitglied unserer Gesellschaft werden. Sie tragen Ihren Anteil an unsere Gesellschaft bei. Sie leisten mit Ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag zum toleranten Zusammenleben im Kanton Zug.
 
Ich wünsche mir sehr, dass unsere Gesellschaft dies anerkennt. Dass wir Flüchtlinge und Asylsuchende anerkennen, als das, was sie sind. Menschen mit vielen Fähigkeiten, mit Träumen und Zielen, manchmal auch mit Schwierigkeiten, wie alle Schweizerinnen und Schweizer. Also ein Mensch wie alle anderen auch, ein vollwertiges Mitglied unserer Gesellschaft. Das ist gelebte Integration! Integration ist nicht einfach ein politisches Schlagwort. Der Kanton Zug und meine Direktion setzen sich sehr für die Integration ein. 
 
Ein grosser Teil unseres Einsatzes für die Integration ist die Unterstützung von Asylsuchenden und anerkannten Flüchtlingen.
 
Ich danke Ihnen allen; ich danke Ihnen auch im Namen der Zuger Regierung für Ihren Einsatz. Sie leisten täglich einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft: weil Sie sich dafür einsetzen, dass einzelne Mitglieder dieser Gesellschaft ihren Weg finden und gehen können. Ich danke auch allen hier Anwesenden: den Veranstalterinnen, der katholischen und reformierten Kirche Zug, dem Dekanat Zug und der Pfarrei St. Johannes, der Asylbrücke Zug, der Abteilung Soziale Dienste Asyl der Direktion des Innern, den Köchinnen und Köchen und den 8 DREAM TEAMS.